Aktuelles

aktuellesSie wollen wissen, was gerade am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz passiert? Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem IMPS, sei es die Teilnahme an Tagungen oder eine Versammlung der IMPS-Mitglieder.

GruppenfotoDieses Jahr war das IMPS mit einem Vortrag sowie zwei Postern auf der ESTRO Jahrestagung vom 26. bis 30.04.2019 in Mailand vertreten. Das umfangreiche, wissenschaftliche Programm bestand u.a. aus Vorträgen zum Thema der Onkologie, Strahlentherapie und Medizinischen Physik. Insbesondere das für unsere Arbeitsgruppe relevante Thema der Reichweitenunsicherheiten in der Partikeltherapie wurde diskutiert.








Gruppenbild vor dem Modell einer Magnetspule für den W7-X Ganz in Zeichen der Kernkraft stand eine Exkursion im Rahmen der Physik III - Veranstaltung bei Prof. Joachim Breckow. Für 42 Studierende der Biomedizinischen Technik (BMT) und der Medizinischen Physik und Strahlenschutz (MPS) ging es Anfang April für eine zweitägigen Exkursion nach Greifswald. Auf dem Programm stand neben dem Besuch des Teilinstitut des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik und dessen Fusionsreaktor Wendelstein 7-X (W7-X) auch die Besichtigung der Kernkrafttechnische Anlage Lubmin, die sich seit Juni 1995 durch die Entsorgungswerke für Nuklearanlagen GmbH (EWN) im Rückbau befindet.

Als saubere Alternative zur bislang genutzten Kernspaltung als Energiequelle wird schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts an der Energiegewinnung aus Kernfusion geforscht. Es existieren zwei Kraftwerkstypen. Der seit 2015 in Betrieb befindliche Wendelstein 7-X (W7-X) in Greifswald ist die weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator. Der W7-X soll die Kraftwerkstauglichkeit dieses Bautyps demonstrieren. Das technische Kernstück der Anlage bildet ein System aus 50 speziell geformten, supraleitenden Magnetspulen, die das Magnetfeld erzeugen. Qualität von Plasmagleichgewicht und -einschluss soll vergleichbar sein mit der in einem Tokamak gleicher Größe. Während Fusionsanlagen vom Typ Tokamak momentan noch leistungsfähiger sind als Kraftwerke vom Typ Stellarator, ist Letzerer durch seine Bauart für den Dauerbetrieb geeignet, während Tokamaks nur gepulst betrieben werden können.

Die Studierenden erhielten im Rahmen einer Führung einen Einblick in die Herausforderungen, die die hohen Temperaturunterschiede an die Konstruktion und die Baustoffe eines Fusionsreaktors stellt. Insbesondere die Konstruktion der fünf Spulensegmente nach millimetergenauer Vorgabe gilt als ingenieurstechnisches Meisterwerk und konnte an einem Modell bewundert werden.
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Zum Abschluss der Exkursion besuchten alle Studenten das ehemalige Kernkraftwerk Lubmin. Vor Ort wurden die Studenten nach einem kurzen Vortrag über das Kraftwerk und insbesondere den Rückbau, durch den Block 6 des Kraftwerks geführt. Dieser stand 1990 kurz vor der Fertigstellung, als der Beschluss gefasst wurde, die gesamte Anlage stillzulegen. Er enthielt nie Kernbrennstoff und gab den Studenten die Gelegenheit, ein Kraftwerk russischer Bauart zu besichtigen sowie Informationen zur Demontage eines Kernkraftwerksblock zu erhalten. Darüber hinaus gab das Informationszentrum anhand von Modellen und Originalbauteilen zusätzliche Einblicke zu Themen wie Kernenergie, Rückbau, Endlagerung und Strahlenschutz. Der Rückbau der Anlage und der Abriss bis 2028 ist allerdings beschlossen und entsprechend wird es auch nicht mehr lange möglich sein, die Anlage zu besichtigen.

Nach diesem Ausflug in die Zukunft und in die Vergangenheit der Nutzung der Kernkraft ging es für die Studierende nach zwei Tagen voller Eindrücke zurück nach Gießen.



Breckow2018

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat mit Schreiben vom 29.11.2018 den Geschäftsführer des IMPS, Prof. Dr. Joachim Breckow, erneut zum Vorsitzenden der Deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) bestellt. In der Geschichte der SSK gehört er damit zu den am längsten amtierenden Vorsitzenden seit Gründung 1974.

Laut Satzung berät die SSK "das Bundesministerium in allen Angelegenheiten des Schutzes vor Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen". Die Mitgliedschaft in der SSK ist ein persönliches Ehrenamt. Die Mitglieder der Kommission sind unabhängig und nicht an Weisungen gebunden. Die Ergebnisse der Beratungen der SSK werden als naturwissenschaftliche und technische Empfehlungen oder Stellungnahmen veröffentlicht (www.ssk.de).
Die Hauptkommission der SSK umfasst z.Zt. 20 Mitglieder. 7 permanente Ausschüsse und eine Reihe von befristeten Arbeitsgruppen zu bestimmten Beratungsaufträgen arbeiten der SSK zu, so dass insgesamt mehr als 100 Fachexperten an der SSK-Arbeit beteiligt sind. Auch Prof. M. Fiebich und Prof. Dr. K. Zink vom IMPS sind Mitglieder von SSK-Ausschüssen und Arbeitsgruppen.


GruppenfotoGruppenfotoVom 19.09. bis zum 22.09. fand die 49. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik zusammen mit der 21. Jahrestagung der Deutschen Sektion der ISMRM in Nürnberg statt.
Aus den Arbeitsgruppen Fiebich, Keil und Zink des IMPS haben insgesamt 26 Studierende, Mitarbeiter und Professoren die Tagung besucht. Dabei hat das IMPS 20 wissenschaftliche Vorträge und Poster präsentiert und zwei Vorsitzende für Fachsitzungen gestellt.
Neben dem wissenschaftlichen Austausch konnten auch diese Jahr wieder die Kontakte zu den vielen ehemaligen Absolventen des IMPS, die die Tagung ebenfalls besuchten, aufgefrischt werden.
Unterm Strich war es somit wieder ein toller Erfolg für unser Institut.


Prof. Joachim Breckow trifft Umweltministerin Schulze. Bildnachweis: A. BöttgerProf Joachim Breckow mit Umweltministerin Svenja Schulze Ende dieses Jahres tritt in Deutschland das neue Strahlenschutzgesetz, welches den Schutz vor Strahlung auf Bereiche ausgeweitet, für die es bisher noch gar keine oder weit geringere gesetzliche Regelungen gab. Dies betrifft vor allem den Schutz vor Strahlung natürlichen Ursprungs, aber auch so genannte „kosmetische“ Strahlenanwendungen in nicht-medizinischen Bereichen, wie z.B. die Entfernung von Tätowierungen durch Laser.

Um Probleme bei der praktischen Umsetzung zu diskutieren, traff sich Prof. Dr. Joachim Breckow vom IMPS in seiner Funktion als Vorsitzender der Deutschen Strahlenschutzkommission (SSK) mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze in Berlin.


 


PreisträgerPreisträger 2018 der Dissertationspreise der DEGRO. Von Links: Prof. Dr. Kortmann (Tagungspräsident), Dr. Toke Printz Ringbæk (Medizinische Physik, THM/Universität Marburg), Dr. Christina Schröder (Strahlentherapie, Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Marburg), Dr. Simone de Leve (Strahlenbiologie, Universitätsklinikum, Essen), Prof. Dr. W. Budach (Präsident DEGRO)Auf der 24. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) ist die Dissertationsschrift von Dr. Toke Pritz Ringbæk:
Passive ion beam modulation techniques for particle therapy facilities utilizing active pencil beam scanning delivery systems
mit dem Dissertationspreis der DEGRO ausgezeichnet worden. Die Arbeit ist im Rahmen einer kooperativen Promotion (THM / Universität Marburg) an der medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg entstanden. Kooperationspartner waren neben der THM und der Philipps-Universität Marburg das Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt (Dr. U. Weber). In seiner Arbeit hat sich Herr Ringbæk um die Verbesserung der Partikeltherapie mit sogenannten 2D-Ripplefilter beschäftigt. Der Einsatz dieser modulierenden Strahlelemente führt zu einer deutlichen Beschleunigung der Strahlapplikation, was insbesondere bei bewegten Tumoren von großem klinischen Interesse ist. Betreuer der Arbeit waren Prof. Dr. Klemens Zink (IMPS, THM) und Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic (Fachbereich Medizin, Philipps-Universität Marburg)



Bremen

In diesem Jahr konnten wir die Monte-Carlo Summer School vom 7.07.-13.07.2018 mit 25 Teilnehmern wiederholen. Den Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und Marokko wurde es ermöglicht einen Einblick in die Anwendung der Monte-Carlo-Simulation in der medizinischen Physik in Gießen an der THM zu erhalten. In einem Seminar wurden die theoretischen Grundlagen der Monte-Carlo-Simulation und deren Anwendung in der medizinischen Physik erläutert. Im Anschluss wurde das Simulationsprogramm EGSnrc, der Gold-Standard in der Photonen-/Elektronentransportberechung vorgestellt und mit Hands-On zu verschiedenen Themen:

§  egs_inprz

§  phase space

§  DOSXYZnrc mit DICOM Daten

§  egs_chamber

 

vertieft. Neben dem wissenschaftlichen Aspekt wurde der Get-together Grillabend von den Teilnehmer zahlreich besucht.

Gastgeber der Summer School war das Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz mit den Dozenten Prof. Dr. Klemens Zink, Damian Czarnecki und Philip von Voigts-Rhetz.


GruppenfotoGruppenfotoDie International Society for Magnetic Resonance in Medicine (ISMRM) ist die wichtigste internationale Fachgesellschaft im Wissenschaftsgebiet der Magnetresonanztomographie (MRT). Die diesjährige 26. Jahrestagung der ISMRM fand vom 16. bis 21. Juni 2018 in Paris, Frankreich statt. Im Rahmen zahlreicher Fach- und Lehrvorträge sowie einer begleitenden Industrieausstellung trafen sich rund 7000 Wissenschaftler aus allen Teilen der Erde hier für einen Erfahrungsaustauch. Die IMPS-Arbeitsgruppe von Prof. Boris Keil, die sich vor allem mit dem Forschungs- und Lehrgebiet der MRT beschäftigt, nahm an dieser Tagung mit insgesamt 8 Personen, darunter 5 Masterstudierende, teil. Robin Etzel, Doktorand am IMPS, und Prof. Keil waren als Dozenten für einen Lehrvortrag zur Tagung eingeladen.


Hessentagspaar
Legomännchen
Bananen

Mit dem Thema natürlicher Radioaktivität und Bildgebung in der Medizin ist das Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz (IMPS) der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) auf dem diesjährigen Hessentag in Korbach vertreten. Auf dem Stand der Landesinitiative „Hessen schafft Wissen“ (Hessentagsstraße, Stand 24) haben Studenten und Mitarbeiter des Instituts verschiedene Experimente aufgebaut. Neben einer Nebelkammer zum Sichtbarmachen der Radioaktivität der Umgebung und verschiedenen natürlichen Strahlern zum Selbstmessen, kann man ein mobiles CT und ein mobiles MRT in Betrieb erleben. So lässt sich das Innere von Legomännchen und Überraschungseiern erkunden, oder als Ratespiel Obstsorten anhand von Schnittbildern erraten. Als Gimmick können sich hungrige Standbesucher am Ende sogar ein kleine Dosis natürliche Radioaktivität in Form einer Banane mit nach Hause nehmen, denn aufgrund ihres Kalium-Gehalts liefern diese „100% natürliche Strahlung“.
Der Stand des IMPS kann noch bis einschließlich Samstag auf dem Hessentag besucht werden. Und wer keine Gelegenheit zu einem Besuch in Korbach hat: am Sonntag sind die Exponate als Teil der „Straße der Experimente“ in Gießen vor dem Uni-Hauptgebäude zu sehen.























estro 2018Vom 20-24 April 2018 fand die 37. ESTRO Jahrestagung in Barcelona statt. ESTRO ist eine auf Interdisziplinarität und Multidisziplinarität ausgerichtete Gesellschaft, die Strahlenonkologen, Medizinphysikern, Radiobiologen und Strahlentherapeuten die Möglichkeit gibt, mit anderen onkologischen Organisationen zusammenzuarbeiten, um die Krebsbehandlung zu verbessern. Ein Vertreter des IMPS ist für den ESTRO Kongress nach Barcelona gereist um die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe auf dem Gebiet der Partikeltherapie im Rahmen eines Vortrags zu präsentieren.