Aktuelles

aktuellesSie wollen wissen, was gerade am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz passiert? Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem IMPS, sei es die Teilnahme an Tagungen oder eine Versammlung der IMPS-Mitglieder.

PreisträgerPreisträger 2018 der Dissertationspreise der DEGRO. Von Links: Prof. Dr. Kortmann (Tagungspräsident), Dr. Toke Printz Ringbæk (Medizinische Physik, THM/Universität Marburg), Dr. Christina Schröder (Strahlentherapie, Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Marburg), Dr. Simone de Leve (Strahlenbiologie, Universitätsklinikum, Essen), Prof. Dr. W. Budach (Präsident DEGRO)Auf der 24. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) ist die Dissertationsschrift von Dr. Toke Pritz Ringbæk:
Passive ion beam modulation techniques for particle therapy facilities utilizing active pencil beam scanning delivery systems
mit dem Dissertationspreis der DEGRO ausgezeichnet worden. Die Arbeit ist im Rahmen einer kooperativen Promotion (THM / Universität Marburg) an der medizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg entstanden. Kooperationspartner waren neben der THM und der Philipps-Universität Marburg das Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt (Dr. U. Weber). In seiner Arbeit hat sich Herr Ringbæk um die Verbesserung der Partikeltherapie mit sogenannten 2D-Ripplefilter beschäftigt. Der Einsatz dieser modulierenden Strahlelemente führt zu einer deutlichen Beschleunigung der Strahlapplikation, was insbesondere bei bewegten Tumoren von großem klinischen Interesse ist. Betreuer der Arbeit waren Prof. Dr. Klemens Zink (IMPS, THM) und Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic (Fachbereich Medizin, Philipps-Universität Marburg)



Bremen

In diesem Jahr konnten wir die Monte-Carlo Summer School vom 7.07.-13.07.2018 mit 25 Teilnehmern wiederholen. Den Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und Marokko wurde es ermöglicht einen Einblick in die Anwendung der Monte-Carlo-Simulation in der medizinischen Physik in Gießen an der THM zu erhalten. In einem Seminar wurden die theoretischen Grundlagen der Monte-Carlo-Simulation und deren Anwendung in der medizinischen Physik erläutert. Im Anschluss wurde das Simulationsprogramm EGSnrc, der Gold-Standard in der Photonen-/Elektronentransportberechung vorgestellt und mit Hands-On zu verschiedenen Themen:

§  egs_inprz

§  phase space

§  DOSXYZnrc mit DICOM Daten

§  egs_chamber

 

vertieft. Neben dem wissenschaftlichen Aspekt wurde der Get-together Grillabend von den Teilnehmer zahlreich besucht.

Gastgeber der Summer School war das Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz mit den Dozenten Prof. Dr. Klemens Zink, Damian Czarnecki und Philip von Voigts-Rhetz.


GruppenfotoGruppenfotoDie International Society for Magnetic Resonance in Medicine (ISMRM) ist die wichtigste internationale Fachgesellschaft im Wissenschaftsgebiet der Magnetresonanztomographie (MRT). Die diesjährige 26. Jahrestagung der ISMRM fand vom 16. bis 21. Juni 2018 in Paris, Frankreich statt. Im Rahmen zahlreicher Fach- und Lehrvorträge sowie einer begleitenden Industrieausstellung trafen sich rund 7000 Wissenschaftler aus allen Teilen der Erde hier für einen Erfahrungsaustauch. Die IMPS-Arbeitsgruppe von Prof. Boris Keil, die sich vor allem mit dem Forschungs- und Lehrgebiet der MRT beschäftigt, nahm an dieser Tagung mit insgesamt 8 Personen, darunter 5 Masterstudierende, teil. Robin Etzel, Doktorand am IMPS, und Prof. Keil waren als Dozenten für einen Lehrvortrag zur Tagung eingeladen.


Hessentagspaar
Legomännchen
Bananen

Mit dem Thema natürlicher Radioaktivität und Bildgebung in der Medizin ist das Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz (IMPS) der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) auf dem diesjährigen Hessentag in Korbach vertreten. Auf dem Stand der Landesinitiative „Hessen schafft Wissen“ (Hessentagsstraße, Stand 24) haben Studenten und Mitarbeiter des Instituts verschiedene Experimente aufgebaut. Neben einer Nebelkammer zum Sichtbarmachen der Radioaktivität der Umgebung und verschiedenen natürlichen Strahlern zum Selbstmessen, kann man ein mobiles CT und ein mobiles MRT in Betrieb erleben. So lässt sich das Innere von Legomännchen und Überraschungseiern erkunden, oder als Ratespiel Obstsorten anhand von Schnittbildern erraten. Als Gimmick können sich hungrige Standbesucher am Ende sogar ein kleine Dosis natürliche Radioaktivität in Form einer Banane mit nach Hause nehmen, denn aufgrund ihres Kalium-Gehalts liefern diese „100% natürliche Strahlung“.
Der Stand des IMPS kann noch bis einschließlich Samstag auf dem Hessentag besucht werden. Und wer keine Gelegenheit zu einem Besuch in Korbach hat: am Sonntag sind die Exponate als Teil der „Straße der Experimente“ in Gießen vor dem Uni-Hauptgebäude zu sehen.























estro 2018Vom 20-24 April 2018 fand die 37. ESTRO Jahrestagung in Barcelona statt. ESTRO ist eine auf Interdisziplinarität und Multidisziplinarität ausgerichtete Gesellschaft, die Strahlenonkologen, Medizinphysikern, Radiobiologen und Strahlentherapeuten die Möglichkeit gibt, mit anderen onkologischen Organisationen zusammenzuarbeiten, um die Krebsbehandlung zu verbessern. Ein Vertreter des IMPS ist für den ESTRO Kongress nach Barcelona gereist um die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe auf dem Gebiet der Partikeltherapie im Rahmen eines Vortrags zu präsentieren.


Morsleben

Von Sonntag, den 25.02.2018 bis Dienstag, den 27.02.2018 haben 26 Studenten der biomedizinischen Technik im Rahmen des Physik III – Moduls bei Prof. Dr. Joachim Breckow an einer zweitägigen Exkursion teilgenommen. Die Studenten, in zwei Gruppen aufgeteilt, besuchten jeweils parallel das Endlager für radioaktive Abfälle in Morsleben und die Schachtanlage Konrad. Außerdem wurde die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig besichtigt.

Das Endlager Morsleben, ein ehemaliges Kali- und Steinsalzbergwerk, wurde 1971 als zentrales Endlager der DDR für schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingerichtet. Das Bergwerk selbst ist nicht mehr in Betrieb und es wird eine Stilllegung des Endlagers geplant bei dem die radioaktiven Fässer mit einem Beton-Salz-Gemisch eingeschüttet werden. Die hohen Sicherheitsbestimmungen sind insbesondere im Endlager Morsleben aufgefallen, bei der strikte Einlass- und Personenkontrollen mittels Metalldetektor an der Tagesordnung stehen.

In der Einführung wurden die geologischen Risiken eines Endlagers besprochen und die Studenten einer Sicherheitseinweisung unterzogen. Nachdem die Gruppen mit bergmännischem Grubenzeug wie Helm, Overall, Sauerstoff-Selbstretter, Lampe und Sicherheitsschuhen ausgerüstet wurden, fuhren die Studenten über einen Schachtaufzug in 386 m Tiefe unter die Erde. Die Führung ging durch eine sehr beeindruckende Szenerie mit schimmernd umgebenden Tunnelwänden des Bergwerks, bei der eine Salzreinheit von bis zu 98 % zu beobachten war. Fasziniert von den Salzkristallen wurden einige abgetragene Kristallrückstände als Souvenir mit an die Oberfläche gebracht.

Währenddessen besuchte die andere Gruppe den Schacht Konrad, ein stillgelegtes Eisenerz-Bergwerk, in dem rund 90% der in Deutschland anfallenden radioaktiven Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung eingelagert werden sollen. Sie beinhalten allerdings nur 1% der Gesamtaktivität allen Abfalls. Im Gegensatz zum Endlager Morsleben wird der Schacht Konrad derzeit noch zum Endlager umgerüstet und ist bisher das einzige Endlager, das nach Atomrecht genehmigt wurde. Der Schacht besteht aus sechs Hauptsohlen, bei dem die Studenten bis in die vierte Hauptsohle auf 1100 Metern Tiefe geführt wurden. Der Kontrast zwischen der obigen winterlichen Temperatur von -5 °C und der unter Tage liegenden geothermischen Temperatur von 31 °C war dabei nichts für empfindliche Gemüter. Mit einem Caddy begann die aufregende Rundfahrt durch die verschiedenen Hauptsohlen. Der Schallpegel hingegen zu Morsleben war durch die abtragenden Teilschnittmaschinen, die sich bis zu 15 Metern pro Tag in den Schacht eingraben können, und durch die leistungsfähigen Pumpen der Lüftungsanlage des Schachtes um ein Vielfaches größer, weshalb die Führung über mobile Kopfhörer realisiert wurde.

Konr1

Zum Abschluss des Ausfluges besuchten beide Studentengruppen die Physikalisch-Technische Bundesanstalt. Eingeleitet wurde die Führung beim Pressesprecher der PTB, der durch seinen anregenden Vortrag viele Zuhörer für die Physik und die Bedeutung der Messbarkeit und Genauigkeit begeistern konnte. Die erste Führung ging über einen 11 m langen, hochenergetischen Linearbeschleuniger für die dosimetrische Grundlagenforschung mit einer Energie der beschleunigten Elektronen von bis zu 50 MeV. Untersucht werden Wirkungsmechanismen, bei dem durch besonders genaue Adaptierung der Spulen eine sehr hohe Präzision des Elektronenstrahls erreicht werden kann. Parallel dazu wurde mit der anderen Gruppe die Photometrie-Abteilung besichtigt, bei der Kalibrierdienstleistungen im Vordergrund stehen. Außerdem wird in der Spektroradiometrie und Photometrie neuartiger Lichtquellen geforscht. Ein weiteres Highlight war die Atomuhr der PTB. Dabei ist die Sekunde durch das 9 192 631 770 – fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands von 133Cs-Atomen entsprechender Strahlung definiert. Die Atomuhren gelten als primäre Normale für Zeit und Frequenz und seit den vergangenen Jahrzehnten als genauste Uhren der Welt. Die letzte Besichtigung erfolgte im Bereich Radioaktivität, bei der Aktivitätsbestimmungen an radioaktiven Stoffen und Radionuklidanalysen an Umweltproben die Schwerpunkte sind. Hierbei war insbesondere die hohe Messgenauigkeit in Braunschweig für radioaktive Stoffe in der Luft für die über 50 – jährige Spurenmessung im Verlauf mit Tschernobyl und Fukushima ein Thema.

 


BremenAm 26. Januar 2018 traf sich der Arbeitskreis „Strahlenschutz“ der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP), der sich mit einem breiten Spektrum von Fragestellungen des Strahlenschutzes in der Medizin auseinandersetzt, zu seiner 26. jährlichen Sitzung im Klinikum Links der Weser in Bremen. Zu dieser Sitzung war Robin Etzel, Mitarbeiter und Doktorand am IMPS, für einen Gastvortrag eingeladen. Robin Etzel präsentierte in seinem Vortrag mit dem Thema „Schutzwirkung unterschiedlicher Strahlenschutzmittel in der interventionellen Radiologie“ die Ergebnisse einer seiner aktuellen Arbeiten dem interessierten Fachpublikum und stellte diese zur Diskussion


FS2017Vom 9. – 13. Oktober 2017 fand in Hannover die Jahrestagung des Fachverbands für Strahlenschutz (FS) statt. Dieses Jahr stand die Tagung unter dem Motto "Das neue Strahlenschutzrecht - Expositionssituationen und Entsorgung". Es gab ein vielfältiges Programm rund um das 2017 verabschiedete und 2018 in Kraft tretende neue Strahlenschutzgesetz. Die Arbeitsgruppe Strahlenschutz des IMPS war zahlreich vertreten und nutze die Möglichkeit der Fortbildung und zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Im Rahmen der Tagung fand eine gut besuchte Podiumsdiskussion zum Endlager Asse statt, zu der u.a. auch Prof. Breckow als Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK) als Experte geladen war.


Posterpreis Alain MirsadDie beiden BMT-Studenten Alain Niba Ngwa und Mirsad Mahmutovic haben in Hannover den Posterpreis 2017 des Fachverbands für Strahlenschutz erhalten. Die beiden Studenten nahmen mit ihrem Poster “Schichtdickenbestimmung mittels Röntgenfluoreszenzanalysen“ an der Ausstellung teil und erhielten von den Teilnehmern der Tagung die höchste Punktzahl aller Posterpräsentationen.

 

 

 


2017FSJBIm Rahmen der Jahrestagung des Fachverbands für Strahlenschutz (FS) wurde Prof. Joachim Breckow für seine langjährigen Verdienste zum FS-Ehrenmitglied ernannt. In den letzten Jahrzehnten hat er sich mit viel Geschick und fachlicher Expertise um die Gestaltung und Ausrichtung des Fachverbands verdient gemacht. Unter anderem war er Gründungsmitglied und langjähriger Sekretär (Vorsitzender) des Arbeitskreises Strahlenbiologie/Strahlenwirkung (AKS) und stand dem FS von 2012 bis 2013 als Präsident vor.