Aktuelles

aktuellesSie wollen wissen, was gerade am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz passiert? Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem IMPS, sei es die Teilnahme an Tagungen oder eine Versammlung der IMPS-Mitglieder.

Prof. Breckow im Umweltausschuss
Gegenwärtig befindet sich eine Neureglung des deutschen Strahlenschutzrechts in der parlamentarischen Beratung.

Die Umsetzung der EURATOM Richtlinie in deutsches Recht erfolgt durch Überführung und Erweiterung  der Strahlenschutzverordnung und Röntgenschutzverordnung in ein neu zu schaffendes Strahlenschutzgesetz (StrlSchG).  
Am Montag den 27.03.2017 fand dazu in Berlin eine öffentliche Anhörung des Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit des Deutschen
Bundestages mit dem Thema "Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Rechts zum Schutz vor der schädigenden Wirkung ionisierender Strahlung" statt.   

Prof. Joachim Breckow war als Experte auf dem Gebiet Strahlenschutz und Vorsitzender der Strahlenschutzkommission als Sachverständiger eingeladen.

Die gesamte Anhörung als offizieller Videostream ist hier zu sehen. Die schriftliche Stellungnahme von Prof. Joachim Breckow können Sie hier herunterladen.


WP 20170104 16 35 29 Pro

Prof. Dr. Klemens Zink von der TH Mittelhessen ist zum Fellow des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) ernannt worden. Der Physiker lehrt am Gießener Fachbereich Life Science Engineering und ist stellvertretender Geschäftsführer des Instituts für Medizinische Physik und Strahlenschutz. Zinks Forschungsschwerpunkt liegt in der Strahlentherapie mit hochenergetischen Protonen und Ionen.

Das FIAS versteht sich als interdisziplinäre „Denkfabrik für komplexe Systeme“. Die Stiftung führt hochqualifizierte Forscher aus Physik, Mathematik, Hirnforschung, Life Science und Computerwissenschaften zusammen. Am Institut arbeiten fast 200 Wissenschaftler aus 27 Ländern.


WP 20170104 16 35 29 ProAm Mittwoch den 04.01.2017 hatten 19 interessierte Studierenden der Physik III Veranstaltung im WS 2016/2017 von Prof. Breckow die Möglichkeit, an einer Ein-Tages-Exkursion nach Heidelberg teilzunehmen. Auf dem Programm stand Vormittags ein Besuch beim Heidelberger Ionienstrahl-Therapiezentrum (HIT) und nachmittags, nach einer Mittagspause in der Heidelberger Altstadt, eine Tour zum Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK).
Am HIT konnte im Rahmen einer 2-stündigen Besichtigungstour die gesamte Beschleunigeranlage sowie die Bestrahlungsräume für Patienten besichtigt werden. Auf Grund von regelmäßig stattfindenden Wartungsarbeiten war an diesem Tag kein Patientenbetrieb vorgesehen und die Anlage deswegen nicht in Betrieb. Sonst hätte man den Beschleunigerbereich auf Grund der hohen Strahlenbelastung nicht betreten dürfen. Ein Highlight der Tour war die Besichtigung der Gantry, einer um 360° um den Patienten drehbaren Bestrahlungsquelle, die es ermöglicht, schwer erreichbare Tumore aus den verschiedensten Richtungen zu bestrahlen ohne den Patienten umzulagern, was zu einer Bewegung des Tumors führen könnte. Das HIT ist die weltweit einzige Schwerionienanlage, die über eine solche Gantry verfügt. Die 600 Tonnen drehbarer Stahl lassen sich so präsize drehen, dass die Abweichung des Ionenstrahles maximal einen Millimeter beträgt. Die technischen dun physikalischen Fragen der Studenten wurden von Christian, einem der am HIT beschäftigten Beschleunigerphysiker beantwortet. Medizinphysiker Julian, ein ehemaliger Student des IMPS, ergänzte die medizintechnischen Fragestellungen und konnte den Studierenden zudem aus eigener Erfahrung vom Werdegang eines Medizinphysikers erzählen.
Nachmittags schloss sich der Besuch des ebenfalls in Heidelberg angesiedelten Max-Planck-Institut für Kernphysik an. Zunächst gab es einen Vortrag über die verschiedenen Forschungsgebiete, theoretischer und experimenteller Natur, die an dem Institut bearbeitet werden. Im Anschluss folgte ein Vortrag des hauseigenen Strahlenschützers, welche besonderen Maßnahmen der Betrieb und auch Rückbau der vorhandenen Experimente und Labore erfoldert. Die Besuchsgruppe wurde danach geteilt und man erhielt die Gelegenheit, nacheinander, zwei Labore des MPIK zu besichtigen.
Das "Low-Level-Labor" befindet sich unter einem Schutzpanzer von über 20 Metern Gestein. In diesem Labor werden besonders empfindliche Messungen durchgeführt. Dazu muss der Beitrag der natürlichen Radioaktivität, Radon, Höhenstrahlung etc., auf ein Minimum reduziert werden. Dass das nicht so einfach geht und man viele Tricks anwenden muss, um diese Zeil zu erreichen, wurde den Besuchern an der Anlage erklärt. Viele Messungen werden deswegen am Laboratori Nazionali del Gran Sasso in Italien durchgeführt und die entsprechenden Experimente dorthin gebracht.
Das zweite Labor, das besichtigt werden konnte, war der Kryogene Speicherring CSR. Am diesem Ring werden Reaktionen von besonders "kalten" Atomen und Molekülen untersucht, wie sie im interstellaren Medium, also z.B. Nebeln, im Weltraum stattfinden. Um eine Anregung und damit Erwärmung der gespeicherten Teilchen zu verhindern, besteht der Ring aus zwei verschachtelten Vakuumkammer, wobei die innere Kammer mit flüssigen Helium auf eine Temperatur von weniger als 10 K abgekühlt werden kann. Experimentell gesehen ist der CSR, der seit 2015 im Betrieb ist, weltweit einmalig und technisch gesehen eine Meisterleistung.


GruppenfotoGruppenfotoIm Rahmen der „BIONIQ Konferenz 2016“ vom 03. bis 08.12.2016 besuchte eine aus acht Wissenschaftler bestehende Delegation der UoD (University of Dohuk, Kurdistan, Irak) ihre Partnerhochschule, die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen. Als Highlight des Besuchs fand am Mittwoch, den 07. Dezember ein Festakt an der THM statt, an dem neben den Projektbeteiligten auch weitere Vertreter der THM, der Stadt Gießen und weiterer Organisationen teilnahmen.

Seit 2012 besteht eine Partnerschaft zwischen den beiden Hochschulen in Deutschland und im Irak, um nachhaltig den Schwerpunkt der Medizintechnik in Forschung und Lehre in Kurdistan zu etablieren. Seit 2014 gefördert vom DAAD (Deutschen Akademischen Austauschdienst), soll zum Wintersemester 2017 ein neuer Fachbereich und Bachelorstudiengang „Biomedical Technologies“ an der UoD gestartet werden. Des Weiteren soll der Auf- und Ausbau des Studiengangs durch gemeinsame Fachtagungen, Konferenzen, Lehrveranstaltungen und Sommerschulen gezielt akademische Nachwuchskräfte und Studierende fördern und begleiten. Das Projekt „Biomedical Engineering in Northern Iraq“ (BIONIQ) besteht aus den beiden Schwerpunkten Biomedizinische Signalverarbeitung und Medizinische Physik mit den Projektleitern Prof. Dr. Thomas Schanze und Prof. Dr. Martin Fiebich des Fachbereichs „Life Science Engineering“ (LSE) der THM. Seit Oktober 2016 sind auch zwei Gastdoktoranden der UoD für einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt an der THM, einer davon in der IMPS-Arbeitsgruppe „Röntgenbildgebung“ von Prof. Fiebich. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2016 waren zwei Doktoranden der UoD für sechs Monate zu Gast an der THM und im April 2017 werden zwei weitere folgen.


Teilnehmer des Semester-Opening-TreffenBesucher des Marburger Ionenstrahl-TherapiezentrumsAm Freitag den 11.11.2016 haben Masterstudierende des Fachbereichs LSE das Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) besichtigt. Dort werden schwer zugängliche Tumore mit Protonen oder auch mit Schwerionen bestrahlt.
Aufgrund technischer Wartungen war es möglich, alle Bereiche des MIT zu besichtigen. Dabei wurde die Erzeugung des Therapiestrahls in den Ionenquellen, die Beschleunigung durch den Linearbeschleuniger und im Synchrotron weiter erklärt. Hier wurde auch auf die magnetfeldbeeinflusste Strahlführung eingegangen. Zuletzt wurden die Patientenbehandlungsräume sowie das hauseigene Planungs-CT besichtigt.

 


Teilnehmer des Semester-Opening-TreffenTeilnehmer des Semester-Opening-TreffenAuch dieses Semester fand wieder ein geselliges Treffen statt, um die Neuanfänger des Masters Medizinische Physik kennenzulernen und sich untereinander austauschen zu können.










Mirsad Mahmutovic (links) bei der Verleihung des Förderpreises zusammen mit dem Preisstifter Prof. Reza MehranMirsad Mahmutovic (links) bei der Verleihung des Förderpreises zusammen mit dem Preisstifter Prof. Reza MehranMirsad Mahmutovic wurde aufgrund seiner Studienleistungen mit dem Reza-Mehran-Förderpreis 2016 ausgezeichnet. Den Preis, der 2005 erstmals verliehen wurde, vergibt die TH Mittelhessen alljährlich an ausländische Studierende, die durch besondere Studienleistungen in einer frühen Studienphase in einem technisch-naturwissenschaftlichen Studiengang hervorgetreten sind. Die Urkunde und das Preisgeld von 800 Euro überreichte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems während des Hochschulballs in der Gießener Kongresshalle.

Mirsad Mahmutovic, der in Bijelo Polje in Montenegro geboren wurde, studiert seit Herbst 2014 Biomedizinische Technik am Fachbereich Life Science Engineering in Gießen. Seit Anfang 2016 ist er fester Bestandteil der Arbeitsgruppe Strahlenschutz um Prof. Dr. Joachim Breckow am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz (IMPS).

Ein ausführlicher Bericht findet sich auf der Hauptseite der THM.


Kernkraftwerk Greifswald/LubminBlick auf die Reaktoren des Kernkraftwerks Greifswald/Lubmin In der letzten Septemberwoche 2016 fand die Jubiläumstagung des Fachverbands für Strahlenschutz e.V. in Heringsdorf auf Usedom statt. Motto des Tagung war "Strahlenschutz für Mensch und Umwelt - 50 Jahre Kompetenz im Fachverband". Das IMPS war mit 6 Teilnehmern und 4 Vorträgen vertreten. Joachim Breckow referierte als geladener Vortragender zum Thema "Grenzwerte, Richtwerte, Referenzwerte: Was bedeutet das für den Strahlenschutz?", sowie als Vertretung für Samaneh Emami über die "Untersuchung und Bewertung des Detrimentbegriffs im Strahlenschutz". Kaija Spruck hielt als Vertretung von Thomas Neugebauer, der das IMPS inzwischen verlassen hat, einen Vortrag über die "Methodik zur Bestimmung der Radonquellstärke in Gebäuden" und Jonas Buermeyer trug zum Thema "Regressionsanalysen von Radonmessungen" vor. Die Vorträge stießen auf reges Interesse der Zuhörer.
Das 50 Jährige Jubiläum des Fachverbandes wurde im Rahmen eines Festaktes begangen. Mit musikalischer Untermalung wurden Grußworte und Geschenke anderer Fachverbände überbracht, Ehrungen vorgenommen und ein Blick auf die vergangenen 50 Jahre geworfen.

Blick in der Reaktor von Block 6Blick in der Reaktor von Block 6 Zusätzlich zum Tagungsprogramm wurde vor Ort ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Neben einer Icebreaker-Party, dem Treffen der "Fachverbands-Youngster", sowie einem Tagungsdinner, konnte man an verschiedene Exkursionen teilnehmen. Beispielsweise konnte man den nie genutzten aber vollständig aufgebauten Block 6 des Kernkraftwerkes Greifswald in Lubmin besichtigen, oder dem Zwischenlager Nord, in dem verschiedene Großkomponenten des Rückbaus des Greifswalder Kernkraftwerkes gelagert werden, einen Besuch abstatten. Ein weiterer Highlight war die Führung an der Kernfusions-Anlage "Wendelstein-7X" in Greifswald, der weltweit größte Kernfusions-Versuchsanlage vom Typ Stellarator und damit Repräsentant der Idee der "sauberen Kernenergie" der Zukunft.


DGMP 2016 - Aktuelle in ehemalige Mitglieder des IMPSTraditionell waren wir dieses Jahr wieder mit großer Mannschaft auf der DGMP-Tagung in Würzburg. Bei herrlichem Wetter bot die Tagung ein wunderschönes Ambiente sich fortzubilden, seine eigenen Beiträge (7 Vorträge, 1 Poster) vorzustellen und Freunde der Medizinischen Physik wiederzusehen und kennenzulernen.

 

 

 

 


Teilnehmer des Kongresses

Das IMPS war in diesem Jahr mit sechs Posterbeiträgen aus den eigenen Reihen auf der Jahrestagung der American Association of Physicists in Medicine (AAPM) vertreten. Prof. Dr. Klemens Zink besuchte vom 31. Juli – 4. August 2016 in Begleitung zweier Doktoranden die Tagung im Walter E. Washington Convention Center in Washington. Neben der Präsentation der eigenen Beiträge bot die Tagung gute Möglichkeiten zum Austausch mit dem internationalen Publikum.