Aktuelles

aktuellesSie wollen wissen, was gerade am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz passiert? Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem IMPS, sei es die Teilnahme an Tagungen oder eine Versammlung der IMPS-Mitglieder.

Informationsportal des IMPS
www.strahlung-information.de

Das IMPS hat im letzten Jahr einen neuen Internetauftritt entworfen, der die Bevölkerung in Fragen der Radiologie, der Strahlentherapie und des Strahlenschutzes objektiv und umfassend informieren soll. Eine erste Version der Homepage ist jetzt online. Über Kritik und Verbesserungsvorschläge würden wir uns sehr freuen.





Teilnehmer der NASA SummerSchool Vom 6. bis zum 24. Juni 2016 wurde die dreizehnte NASA Space Radiation Summer School unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. John Norbury am Brookhaven National Laboratory im US-Staat New York ausgerichtet. Durch Kooperation mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt wurde Felix Horst, Doktorand am IMPS und assoziierter Mitarbeiter bei der GSI-Biophysik, die Teilnahme an dieser weltweit einzigartigen Veranstaltung ermöglicht. Neben Vorlesungen zur Physik und Strahlenbiologie, gehalten von internationalen Spitzenforschern, waren auch Schwerionenexperimente im NASA Space Radiation Laboratory Teil des Programms.


Prof Joachim Breckow (rechts) bei der Übergabe einer Jubiläumstasse an Dr. Christian Greipel vom BUMB
Dieses Jahr feiert das 2006 gegründete IMPS sein 10 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass kamen am 28.06 etwa 120 Gäste, sowohl Institutsmitglieder als auch Externe, zu einem Jubiläumssyposium im Roxy zusammen.

Los ging es am Vorabend mit einem ungezwungenen Coming-together am Grill und Kartoffelofen. Das eigentliche Symposium wurde mit den Grußworten von Prof. Dr. Joachim Breckow (IMPS), Prof. Dr. Matthias Willems (THM), Dr. Christian Greipl (BMUB), sowie Dr. Gerald Kraus (HMUKLV) eröffnet. Nach den Grußworten folgte ein Block mit Fachvorträgen aus den Forschungsgebieten des IMPS.

Nach einem ausführlichen Mittagsessen kamen am Nachmittag in zwei Blöcken ehemalige IMPS-Mitarbeiter zu Wort. In sechs je 20 minütigen Vorträge aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, sowie Industrie, bekamen die Gäste einen Einblick in Werdegang und aktuelle Arbeitsgebiete der IMPS-Absolventen.

Eine Wiederholung der gelungenen Veranstaltung ist in 10 Jahren geplant.


Delegation der THM in Duhok (Irak)
Bereits seit einigen Jahren kooperiert die THM im Rahmen zweier vom DAAD geförderten Projekte mit der University of Duhok (UoD) im Nord-Irak. Hauptziel der Kooperation ist der Aufbau eines neuen Fachbereichs für Medizintechnik bzw. Medizinische Physik an der UoD. Zudem profitieren auch Studenten der THM und der UoD durch mehrmonatige Auslandsaufenthalte an der jeweils anderen Hochschule von den Projekten. Zum gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch reiste nun erneut eine Delegation der THM, unter anderem zwei Mitglieder des IMPS, vom 21. bis zum 26. Mai 2016 nach Duhok.




Kursteilnehmer während der Exkursion zur amtlichen Personendosismessstelle in Berlin
Weiterbildungen für sehr gut ausgebildete Personen sind rar. Daher hat sich eine Gruppe von Europäischen Wissenschaftlern in einem Konsortium zusammengefunden, das für promovierte Medizinphysikexperten mit Berufserfahrung Weiterbildungen anbietet. Dieses Konsortium entwickelte ein Projekt für das „European Training and Education for Medical Physics Experts in Radiology“ (EUTEMP-RX), das von der Europäischen Union im Rahmen des 7. Frameworks gefördert wird. Die Technische Hochschule Mittelhessen (Prof. Dr. Martin Fiebich) und das Klinikum Braunschweig waren die einzigen teilnehmenden Institutionen aus Deutschland.

Das Hauptziel des EUTEMPE-RX-Projekts ist es, ein Ausbildungsprogramm zur Verfügung zu stellen, dass es Medizinphysikexperten (MPE) in der diagnostischen und interventionellen Radiologie in den Ländern der Europäischen Union ermöglicht, in ausgewählten Bereichen von besonderer Bedeutung profunde Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen zu gewinnen
Das Ausbildungsmodul „Dosimetrie des beruflich strahlenexponierten Personals und die Kommunikation von Ergebnissen mit Anwendern” wurde von Prof. Dr. Martin Fiebich von der Technischen Hochschule Mittelhessen und Dr. Markus Borowski vom Klinikum Braunschweig geleitet. Sie erstellten einen 40-stündigen Onlinekurs zu diesem Thema, der von den Modulteilnehmer berufsbegleitend über einen Zeitraum von zwei Monaten bearbeitet worden konnte. Diesem folgte eine einwöchige Anwesenheitsphase, die am Klinikum Braunschweig durchgeführt wurde.
In dieser Woche wurde auch eine amtliche Messstelle, die LPS in Berlin, besucht, bei der ausführlich über die verwendeten Verfahren, Geräte und möglichen Messgenauigkeiten berichtet wurde. Am Ende der Woche gab es noch eine Besichtigung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, bei der eine Bauartzulassung aller Dosimeter erfolgen muss. Die dabei eingesetzten Messverfahren und Messgeräte wurden in eindrucksvoller Weise vorgestellt.

 


MAMI2016
Am 08.06 konnte eine Gruppe von Studenten und Mitarbeitern des IMPS im Rahmen einer 1-Tages Exkursion den Teilchenbeschleuniger für Elektronen, MAMI, sowie den Forschungsreaktor TRIGA in Mainz besichtigen. Los ging es mit MAMI. Ursprünglich war nur eine Besichtigung der Experimente geplant, aber da auf Grund eines Softwarefehlers gerade keine Strahlzeit stattfand, konnte der gesamte Aufbau besichtigt werden. Das erste der inzwischen drei klassischen Rennbahnmikrotrons zur Beschleunigung von Elektronen ging schon 1979 in Betrieb und das größte der drei Mikrotrons, mit zwei Magneten von je 450 t Masse, macht MAMI zum größten Rennbahnmikrotron der Welt, da hier die mechanische Grenze des Konzepts erreicht ist. Die letzte Ausbaustufe von MAMI, ein "doppeltes" Mikrotron, beruht deswegen auf einem neuen Konzept und wurde erst vor zehn Jahren eingeweiht. Durch diese Stufe können Elektronenenergien von bis zu 1,5 GeV erreicht werden.
An dem Beschleuniger befinden sich zwei große Experimente, A1 und A2. Besonders beeindruckend waren die drei bunt gestrichenen, haushohen und um den Messaufbau drehbaren Spektrometer von A1.
Nach dem Mittagessen folgte die Besichtigung des Forschungsreaktors TRIGA. Dies ist der kleinste der drei deutschen Forschungsreaktoren. Nach einem Einführungsvortrag ging es direkt in die Reaktorhalle und nachdem zunächst die am Reaktor aufgebauten Versuche erklärt wurden, ging es schließlich auf die Reaktorplatform, von der aus man aus wenigen Metern Höhe auf die im Wasser gelagerten Brennstäbe herabschauen konnte. Zum Abschluss gab es schließlich einen Puls - und das Becken war sekundenlang in blaue Cherenkov-Strahlung getaucht.


20160526 164620 Vom 22. bis 28. Mai 2016 fand in Prag die 55. Particle Therapy Co-Operative Group (PTCOG) Jahrestagung statt. Das IMPS war mit zwei Posterbeiträgen am umfangreichen wissenschaftlichen Programm der Konferenz beteiligt. Neben diversen Vorträgen zu dem aktuellen Stand der Forschung in Bereich der Partikeltherapie stand auch ein Besuch des Protonentherapiezentrums in Prag auf dem Programm.







Besuch des deutschen Röntgen-Museums in Remscheid während des ArbeitskreistreffensMit den Themen Hybridbildgebung und Brachytherapie befasste sich dieses Jahr der Arbeitskreis Computer der DGMP auf seinen jährlichen Treffen in der Domstadt Köln. Das IMPS war mit 5 Teilnehmer vertreten.








 


ISMRM Jahrestagung in Singapur

  Auch in diesem Jahr war das IMPS wieder auf der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Magnetresonanz in der Medizin (ISMRM) aktiv vertreten. Vom 7. bis zum 13. Mai 2016 reisten hierfür zwei Mitglieder der neu gegründeten Arbeitsgruppe Magnetresonanztomographie des IMPS nach Singapur.

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ThomasVortragVom 09. bis 13. Mai 2016 fand in Kapstadt (Südafrika) die 14. Tagung der International Radiation Protection Association (IRPA) statt. Das IMPS wurde neben dem Institutsleiter Prof Dr. Joachim Breckow durch Jonas Buermeyer und Thomas Neugebauer vertreten.

Jonas Buermeyer stellte in seinem Vortrag die Ergebnisse eines vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) geförderten Vorhabens vor. Thema war dabei die Entwicklung des Detriments (Schadensmaß im Strahlenschutz) in Deutschland und den USA. Die Bedeutung der Untersuchungen spiegelte sich in entsprechenden Kommentaren von Vertreten der ICRP (International Commission on Radiological Protection) wieder, die deren Wichtigkeit hervorhoben.

TableMountainDer Vortrag von Thomas Neugebauer befasste sich mit dem derzeitigen Themenschwerpunkt der AG Strahlenschutz, er stellte das Konzept der Radonquellstärke und die Methodik zu deren Bestimmung vor.

Neben zahlreichen interessanten Beiträgen auf der Tagung blieb auch Zeit, die Umgebung in und um Kapstadt zu erkunden und zahlreiche Eindrücke zu sammeln.