Aktuelles

aktuellesSie wollen wissen, was gerade am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz passiert? Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem IMPS, sei es die Teilnahme an Tagungen oder eine Versammlung der IMPS-Mitglieder.

...Radiometrisches Seminar in Theuern Am Freitag den 25.April 2014 hat sich eine 11-köpfige Gruppe des IMPS Gießen mit Herrn Prof. Breckow auf den Weg nach Theuern (Oberbayern) gemacht um im Kulturschloss dem 59. Radiometrischen Seminar „Strahlenschutz in Europa“ beizuwohnen. Das Seminar wurde von Prof. von Philipsborn äußerst pflichtbewusst geleitet, sodass das im Folgenden beschriebene Tagesprogramm perfekt umgesetzt wurde. Das Seminar dauerte von 10:00 - 16:15 Uhr mit 4 Vortragenden aus 4 Ländern Europas.
Nach einer freundlichen Begrüßung des Landrats Reisinger fasste Herr Mundigl, General-Direktor für Energie von der Europäischen Kommission, die wichtigsten Änderungen der neuen Richtlinie (RL) zusammen. Die „Richtlinie zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung“ wurde am 5.12.2013 vom europäischen Rat verabschiedet. Sie verbessert den Strahlenschutz bei natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen, insbesondere die Maßnahmen zum Schutz vor Radon an Arbeitsplätzen und in Wohngebäuden. Außerdem ersetzt die RL die bisherige Euratom-Grundnormen zum Strahlenschutz von 1996 und weitere EU-Strahlenschutzregelungen. Sie muss innerhalb der nächsten vier Jahre in nationales Recht umgesetzt werden. Nach einer Kaffeepause, präsentierte Frau Ryf aus der Abteilung Strahlenschutz des Bundesamts für Gesundheit in Bern die geplante Umsetzung der RL in der Schweiz. In der darauffolgenden 2-stündigen Mittagspause lud der Schlosswirt bei strahlendem Sonnenschein zu einem deftigen Essen ein, aber auch das im Kulturschloß befindliche Museum weckte bei dem einen oder anderen Seminarteilnehmer die Neugierde zum Erkunden. Im Anschluss wurde die geplante Umsetzung der RL in Österreich von Frau Gruber vorgetragen, die in der Abteilung Strahlenschutz von der Austrian Agency for Health and Food Safety in Linz tätig ist. Abschließend präsentierte Frau Hurst aus dem Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Dresden die geplante Umsetzung in Deutschland. Am Ende des Seminars haben die Vortragenden gemeinsam mit Prof. Breckow und dem Seminarleiter Prof. von Philipsborn diskutiert und einige offene Fragen geklärt. Es war ein sehr informativer Tag mit guten Vorträgen und der Möglichkeit Kontakte in Europa zu knüpfen. Der Rückweg nach Gießen wurde begleitet von vielen Gedanken und Diskussionen im Bus rund um das Thema Strahlenschutz.


... ... Zum Ende des Semesters besuchte eine Gruppe von Studierenden der Technischen Hochschule Mittelhessen am 24. Januar 2014 die Fa. Siemens Medical Systems in Erlangen und die Fa. IBA dosimetry in Schwarzenbruck.
Die Studierenden des Masterstudiengangs Medizinische Physik nutzten zunächst die Gelegenheit, sich über die Fa. Siemens zu informieren und sich die Fertigung und Prüfung der hochkomplexen medizinischen Großgeräte anzusehen. So wurden z.B. die neusten Roboterarm-gestützten Angiographieanlagen erläutert und die Produktion von Magnetresonanztomographen inkl. der Herstellung der Spulen vorgestellt. Neben der Produktion konnten auch die Logistik der Lagerung, die Schulung von Technikern an den Geräten und ein Teil der Produktionslinie betrachtet werden. Auf großes Interesse stießen die Demonstrationen der hohen magnetischen Feldstärken, die in den modernen Systemen der Magnetresonanztomographie verwendet werden.
Das andere Unternehmen, das die Studierenden unter Leitung von Prof. Dr. Martin Fiebich besuchten, war die Fa. IBA dosimetry, einer der weltweit größten Firmen der Protonentherapie. Aber auch im Bereich der Dosimetrie von ionisierender Strahlung ist die Fa. IBA dosimetry einer der Weltmarktführer und Produzent von Prüfmitteln für die Konstanzprüfung. Dort wurden die Produktion von Detektoren, die Kalibration von Dosimetern, die messtechnischen Kontrollen und die Produktpalette vorgestellt. Insbesondere das Kalibrationslabor wurde ausführlich vorgestellt und stieß auf sehr reges Interesse der Studierenden. Das Programm dieser Exkursion wurde von den Teilnehmern übereinstimmend sehr positiv bewertet, da so ein sehr guter Einblick in die „Unternehmensseite“ der Medizinischen Physik gewährt wurde.

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Die Festveranstaltung der Nachwuchsförderung des Deutsch-Schweizerischen Fachverbands für Strahlenschutz e.V. fand am 29. November 2013 im Senatssaal der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden vier Schülerprojekte zum Thema ionisierende und nicht-ionisierende Strahlung vorgestellt. Die Projektgruppen der Geotheschule Wetzlar wurden alle ausgezeichnet, die Siegergruppe beschäftigte sich mit der Messung von Höhenstrahlung während des Flugs eines Wetterballons.
Des Weiteren haben drei Studierende, die durch ein Stipendium des Fachverbands für Strahlenschutz gefördert wurden, ihre während eines Auslandsaufenthalts angefertigte Forschungsarbeit präsentiert. Zwei der drei Studierenden (Dominik Blum und Tina Orovwighose) sind bei der THM sowie Mitglieder der IMPS.
Zum Abschluss der Veranstaltung hat M.Sc Franz Rößler, Gewinner des diesjährigen Rupprecht-Maushart-Preises und Kandidat für den europäischen Nachwuchspreis "Young Scientists Award" der IRPA (Strahlenschutz-Weltverband), seine Masterarbeit vorgestellt. Die Verleihung des europäischen Nachwuchspreis findet vom 23.-27. Juni 2014 im Rahmen des 4. Euro­päischen IRPA-Kongresses in Genf statt.

... Für das ARD-Magazin "Brisant" kam ein Fernsehteam des MDR in die Labors der IMPS-Arbeitsgruppe "Strahlenschutzmesstechnik" (Siehe Bild). Das Thema war der (vermutete) Polonium-Anschlag auf Yasir Arafat im Jahr 2004, zu dem jüngst ein Gutachten eines schweizer Strahlenschutz-Labors erschienen war, das für viel Aufsehen gesorgt hatte. Das Fernsehteam wollte sich für "Brisant" nach den Hintergründen des Gutachtens und zu den radiologischen Grundlagen eines solchen "Giftanschlags" erkundigen. Dazu wurden mehrstündige Aufnahmen im IMPS-Labor gemacht sowie ein Interview mit Prof. Dr. Joachim Breckow geführt, von dem Teile in der Sendung am 07.11.2013 in der ARD ausgestrahlt wurden.

... Nach langjähriger Entwicklungsarbeit geht das THM-Radon-Exposimeter "au.raex" nun in die Serienfertigung. Mitglieder der IMPS-Arbeitsgruppe fügen die Einzelelemente in der Endmontage für 100 Geräte zusammen. 50 Exemplare verbleiben in der Gruppe zum Einsatz in verschiedenen Forschungsprojekten zur Radon-Exposition. Die anderen 50 Geräte kauft das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Es handelt sich beim au.raex um ein marktreifes Produkt, das das KIT zu kommerziellen Zwecken und im Einsatz zur Messung von Radon-Expositionen verteilen und vermarkten wird.


Im Rahmen der KMUB-Absolventenfeier am 18.10.2013 wurden die diesjährigen IMPS-Preise feierlich übergeben:
Ralph Schmidt wurde für seine außergewöhnliche Masterarbeit ausgezeichnet, Tina Orovwighose erhielt den IMPS-Preis für ihre hervorragende Bachelor-Arbeit.
Das gesamte IMPS gratuliert herzlich!


...Gruppenbild Vom 18.-21. September 2013 fanden im Hörsaalgebäude Albertus-Magnus-Platz der Universität zu Köln eine Vielzahl von Vorträgen zum aktuellen wissenschaftlichen Stand der Strahlentherapie, der medizinischen Bildgebung sowie dem Strahlenschutz statt. Zusätzlich konnte man sich bei einer Posteraustellung über Projekte und Arbeiten informieren. Die Industrieausstellung von 35 Firmen, beispielsweise Siemens, Philips, Varian oder Elekta, erstreckte sich über zwei Etagen und gab den Besuchern die Möglichkeit, sich direkt bei Mitarbeitern über das Unternehmen und ihre Produkte zu informieren.
Das IMPS war mit 32 Professoren, Mitarbeitern und Studenten vertreten, die zum diesjährigen Programm mit 14 Vorträgen und 3 Postern beitrugen. Frank Ulbrich, der seine Masterarbeit am IMPS schrieb erhielt für die daraus entstandene Veröffentlichung den PTW-Dosimetriepreis. Petar Penchev – wissenschaftlicher Mitarbeiter am IMPS – erhielt den Varian-Posterpreis. Zwei Studenten des IMPS wurden auf Grund ihrer eingereichten Arbeiten mit einem DGMP Reisekostenstipendium gefördert. Abgerundet wurde die erfolgreiche Teilnahme des IMPS an der diesjährigen Jahrestagung durch die Wahl von Prof. Dr. Martin Fiebich und Prof. Dr. Klemens Zink zur Tagungspräsidentschaft 2015. Die Jahrestagung der DGMP wird dann in Gießen bzw. Marburg stattfinden.


... Samaneh Emami hat den „DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender“ erhalten. Die 31-jährige Iranerin studiert im 6. Semester Biomedizinische Technik an der TH Mittelhessen. Der mit 1000 Euro dotierte Preis wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst an Studierende vergeben, die auch mit außerordentlichem sozialen oder kulturellen Engagement hervorgetreten sind. Die Urkunde erhielt Emami vor fast 2000 Besuchern während der Erstsemesterbegrüßung aus den Händen von TH-Vizepräsident Olaf Berger.

Emami ist seit 2008 in Deutschland und kam nach dem Besuch des Studienkollegs in Hannover zum Studium nach Gießen. Nach der Geburt ihrer heute zweieinhalbjährigen Tochter hat sie drei Semester mit dem Studium ausgesetzt. Den Bachelor will sie im kommenden Jahr machen.
Am erfolgreichen Abschluss haben ihre Professoren keine Zweifel. Sameneh Emami, die auch als Tutorin im Fach Mathematik arbeitet, sei eine „besonders begabte und leistungswillige Studentin mit schneller Auffassungsgabe und großem Engagement“, sagt Prof. Dr. Joachim Breckow vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz. Prof. Dr. Hans-Rudolf Metz lobt ihr soziales Engagement: „Bemerkenswert ist, dass sie neben dem Studium mit einem erheblichen Zeitaufwand in einer Menschenrechtsorganisation arbeitet.“ In der „Vereinigung zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran“ ist Samaneh Emami unter anderem Vorsitzende des Frauenrechtskomitees.
Den DAAD-Preis sieht sie als eine Bestätigung, das erreichen zu können, was sie sich beim Studienbeginn vorgenommen hat. Er sei eine Motivation für das weitere Studium. Nach dem Bachelorabschluss will sie an der TH Mittelhessen einen Master im Fach Medizinische Physik machen.
Bereits im Jahr 2011 wurde Emami der Reza-Mehran-Preis der THM verliehen. Diese Auszeichnung honoriert hervorragende Leistungen ausländischer Studierender im Grundstudium.

...Franz Anton Rößler bei der Überreichung der Urkunde zusammen mit dem Präsidenten des Fachverbands für Strahlenschutz (FS), Prof. Dr. Joachim Breckow von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen Der deutsch-schweizerische Fachverband für Strahlenschutz (FS) verleiht alle zwei Jahre den "Rupprecht-Maushart-Preis", einen Förderpreis für Nachwuchswissenschaftler aus Deutsch­land und der Schweiz für hervorragende Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen auf dem Gebiet des Strahlenschutzes oder der Strahlenschutzforschung.

Die Arbeit von Herrn Franz Anton Rößler wurde vom Direk­torium des FS auf seiner Sitzung vom 23.09.2013, am Rande der diesjährigen FS-Jahrestagung in Essen, aus einer Anzahl hervorragender einge­reichter Arbeiten als die beste beurteilt. Herr Rößler wurde damit der diesjährige Träger des "Rupp­recht-Maushart-Preises". Als Gewinner des Preises erhält er Gelegenheit, seine prämierte Arbeit vor dem Direktorium des FS auf seiner Sitzung am 28./29.11.2013 zu präsentieren. Zusätzlich ist mit der Preis­verleihung die Kandidatur für den Europäischen Nachwuchspreis, den "Young Scientists Award" der IRPA (Strahlenschutz-Weltverband) verbunden, für den er als Kandidat des FS aufgestellt ist. Dieser Wett­bewerb findet im Rahmen des 4. Euro­päischen IRPA-Kongresses vom 23.-27. Juni 2014 in Genf statt.


...Die Preisträger auf der DGMP-Tagung in Köln gemeinsam mit Prof. Dr. M. Fiebich (links). Von Rechts: Petar Penchev, Prof. Dr. Klemens Zink und Frank Ubrich.

Auf der 44. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) ist die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klemens Zink gleich mit zwei wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet worden.

Für die Publikation:

F. Ubrich, J. Wulff, R. Engenhart-Cabillic, K. Zink
Correction factors for source strength determination in HDR brachytherapy using the in-phantom method.

erhielt Frank Ubrich als Erst-Autor den mit 1.500 € dotierten PTW-Dosimetrie-Preis. Die Publikation ist das Ergebnis der Masterarbeit von Frank Ubrich, die in Kooperation mit der Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Gießen-Marburg entstanden ist.  Die Arbeit behandelt die sogenannte Referenzdosimetrie in der Brachytherapie und umfasst neben experimentellen Untersuchungen insbesondere umfangreiche Monte Carlo Simulationen, die am IMPS in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klemens Zink durchgeführt worden sind. Die Arbeit ist in dem wissenschaftlichen Journal Zeitschrift für Medizinische Physik im Jahr 2013 publiziert worden.
Der Preis wird von der DGMP jährlich für die beste publizierte Arbeit aus dem Bereich der Dosimetrie ionisierender Strahlung verliehen.

Darüber hinaus wurde auf der Tagung der Posterbeitrag:

P. Penchev, U. Mäder, A. Wolf, K. Zink Berechnung und Visualisierung der Dosisverteilung einer Röntgentherapieanlage mittels Monte Carlo

mit dem mit 750 € dotierten VARIAN-Posterpreis ausgezeichnet. Auch diese Arbeit beschäftigt sich mit Monte Carlo Simulationen zum Strahlungstransport hochenergetischer Röntgenstrahlung. Die Jahrestagung der DGMP fand vom 18. – 21. September 2013 in Köln statt und ist mit etwa 900 Teilnehmern einer der größten Kongresse im Bereich der Medizinischen Physik in Europa.