Aktuelles

aktuellesSie wollen wissen, was gerade am Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz passiert? Hier finden Sie Neuigkeiten aus dem IMPS, sei es die Teilnahme an Tagungen oder eine Versammlung der IMPS-Mitglieder.

... Nach langjähriger Entwicklungsarbeit geht das THM-Radon-Exposimeter "au.raex" nun in die Serienfertigung. Mitglieder der IMPS-Arbeitsgruppe fügen die Einzelelemente in der Endmontage für 100 Geräte zusammen. 50 Exemplare verbleiben in der Gruppe zum Einsatz in verschiedenen Forschungsprojekten zur Radon-Exposition. Die anderen 50 Geräte kauft das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Es handelt sich beim au.raex um ein marktreifes Produkt, das das KIT zu kommerziellen Zwecken und im Einsatz zur Messung von Radon-Expositionen verteilen und vermarkten wird.


Im Rahmen der KMUB-Absolventenfeier am 18.10.2013 wurden die diesjährigen IMPS-Preise feierlich übergeben:
Ralph Schmidt wurde für seine außergewöhnliche Masterarbeit ausgezeichnet, Tina Orovwighose erhielt den IMPS-Preis für ihre hervorragende Bachelor-Arbeit.
Das gesamte IMPS gratuliert herzlich!


...Gruppenbild Vom 18.-21. September 2013 fanden im Hörsaalgebäude Albertus-Magnus-Platz der Universität zu Köln eine Vielzahl von Vorträgen zum aktuellen wissenschaftlichen Stand der Strahlentherapie, der medizinischen Bildgebung sowie dem Strahlenschutz statt. Zusätzlich konnte man sich bei einer Posteraustellung über Projekte und Arbeiten informieren. Die Industrieausstellung von 35 Firmen, beispielsweise Siemens, Philips, Varian oder Elekta, erstreckte sich über zwei Etagen und gab den Besuchern die Möglichkeit, sich direkt bei Mitarbeitern über das Unternehmen und ihre Produkte zu informieren.
Das IMPS war mit 32 Professoren, Mitarbeitern und Studenten vertreten, die zum diesjährigen Programm mit 14 Vorträgen und 3 Postern beitrugen. Frank Ulbrich, der seine Masterarbeit am IMPS schrieb erhielt für die daraus entstandene Veröffentlichung den PTW-Dosimetriepreis. Petar Penchev – wissenschaftlicher Mitarbeiter am IMPS – erhielt den Varian-Posterpreis. Zwei Studenten des IMPS wurden auf Grund ihrer eingereichten Arbeiten mit einem DGMP Reisekostenstipendium gefördert. Abgerundet wurde die erfolgreiche Teilnahme des IMPS an der diesjährigen Jahrestagung durch die Wahl von Prof. Dr. Martin Fiebich und Prof. Dr. Klemens Zink zur Tagungspräsidentschaft 2015. Die Jahrestagung der DGMP wird dann in Gießen bzw. Marburg stattfinden.


... Samaneh Emami hat den „DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender“ erhalten. Die 31-jährige Iranerin studiert im 6. Semester Biomedizinische Technik an der TH Mittelhessen. Der mit 1000 Euro dotierte Preis wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst an Studierende vergeben, die auch mit außerordentlichem sozialen oder kulturellen Engagement hervorgetreten sind. Die Urkunde erhielt Emami vor fast 2000 Besuchern während der Erstsemesterbegrüßung aus den Händen von TH-Vizepräsident Olaf Berger.

Emami ist seit 2008 in Deutschland und kam nach dem Besuch des Studienkollegs in Hannover zum Studium nach Gießen. Nach der Geburt ihrer heute zweieinhalbjährigen Tochter hat sie drei Semester mit dem Studium ausgesetzt. Den Bachelor will sie im kommenden Jahr machen.
Am erfolgreichen Abschluss haben ihre Professoren keine Zweifel. Sameneh Emami, die auch als Tutorin im Fach Mathematik arbeitet, sei eine „besonders begabte und leistungswillige Studentin mit schneller Auffassungsgabe und großem Engagement“, sagt Prof. Dr. Joachim Breckow vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz. Prof. Dr. Hans-Rudolf Metz lobt ihr soziales Engagement: „Bemerkenswert ist, dass sie neben dem Studium mit einem erheblichen Zeitaufwand in einer Menschenrechtsorganisation arbeitet.“ In der „Vereinigung zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran“ ist Samaneh Emami unter anderem Vorsitzende des Frauenrechtskomitees.
Den DAAD-Preis sieht sie als eine Bestätigung, das erreichen zu können, was sie sich beim Studienbeginn vorgenommen hat. Er sei eine Motivation für das weitere Studium. Nach dem Bachelorabschluss will sie an der TH Mittelhessen einen Master im Fach Medizinische Physik machen.
Bereits im Jahr 2011 wurde Emami der Reza-Mehran-Preis der THM verliehen. Diese Auszeichnung honoriert hervorragende Leistungen ausländischer Studierender im Grundstudium.

...Franz Anton Rößler bei der Überreichung der Urkunde zusammen mit dem Präsidenten des Fachverbands für Strahlenschutz (FS), Prof. Dr. Joachim Breckow von der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen Der deutsch-schweizerische Fachverband für Strahlenschutz (FS) verleiht alle zwei Jahre den "Rupprecht-Maushart-Preis", einen Förderpreis für Nachwuchswissenschaftler aus Deutsch­land und der Schweiz für hervorragende Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen auf dem Gebiet des Strahlenschutzes oder der Strahlenschutzforschung.

Die Arbeit von Herrn Franz Anton Rößler wurde vom Direk­torium des FS auf seiner Sitzung vom 23.09.2013, am Rande der diesjährigen FS-Jahrestagung in Essen, aus einer Anzahl hervorragender einge­reichter Arbeiten als die beste beurteilt. Herr Rößler wurde damit der diesjährige Träger des "Rupp­recht-Maushart-Preises". Als Gewinner des Preises erhält er Gelegenheit, seine prämierte Arbeit vor dem Direktorium des FS auf seiner Sitzung am 28./29.11.2013 zu präsentieren. Zusätzlich ist mit der Preis­verleihung die Kandidatur für den Europäischen Nachwuchspreis, den "Young Scientists Award" der IRPA (Strahlenschutz-Weltverband) verbunden, für den er als Kandidat des FS aufgestellt ist. Dieser Wett­bewerb findet im Rahmen des 4. Euro­päischen IRPA-Kongresses vom 23.-27. Juni 2014 in Genf statt.


...Die Preisträger auf der DGMP-Tagung in Köln gemeinsam mit Prof. Dr. M. Fiebich (links). Von Rechts: Petar Penchev, Prof. Dr. Klemens Zink und Frank Ubrich.

Auf der 44. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) ist die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klemens Zink gleich mit zwei wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet worden.

Für die Publikation:

F. Ubrich, J. Wulff, R. Engenhart-Cabillic, K. Zink
Correction factors for source strength determination in HDR brachytherapy using the in-phantom method.

erhielt Frank Ubrich als Erst-Autor den mit 1.500 € dotierten PTW-Dosimetrie-Preis. Die Publikation ist das Ergebnis der Masterarbeit von Frank Ubrich, die in Kooperation mit der Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Gießen-Marburg entstanden ist.  Die Arbeit behandelt die sogenannte Referenzdosimetrie in der Brachytherapie und umfasst neben experimentellen Untersuchungen insbesondere umfangreiche Monte Carlo Simulationen, die am IMPS in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klemens Zink durchgeführt worden sind. Die Arbeit ist in dem wissenschaftlichen Journal Zeitschrift für Medizinische Physik im Jahr 2013 publiziert worden.
Der Preis wird von der DGMP jährlich für die beste publizierte Arbeit aus dem Bereich der Dosimetrie ionisierender Strahlung verliehen.

Darüber hinaus wurde auf der Tagung der Posterbeitrag:

P. Penchev, U. Mäder, A. Wolf, K. Zink Berechnung und Visualisierung der Dosisverteilung einer Röntgentherapieanlage mittels Monte Carlo

mit dem mit 750 € dotierten VARIAN-Posterpreis ausgezeichnet. Auch diese Arbeit beschäftigt sich mit Monte Carlo Simulationen zum Strahlungstransport hochenergetischer Röntgenstrahlung. Die Jahrestagung der DGMP fand vom 18. – 21. September 2013 in Köln statt und ist mit etwa 900 Teilnehmern einer der größten Kongresse im Bereich der Medizinischen Physik in Europa.


...Das Team aus IMPS Das IMPS hat das dritte Jahr in Folge beim Spendenlauf RUN ‘n ROLL 4 HELP anlässlich des Gießener Stadtfests teilgenommen. Bei angenehmen Laufwetter und bester Atmosphäre sind 2013 sogar mehr IMPSler mitgelaufen als in den beiden Jahren zuvor (siehe Foto). Unser besonderer Dank gilt sowohl Herrn Prof. Dr. Zink als auch dem Allgemeinen Hochschulsport, die uns dieses Jahr unterstützt, motiviert und ausgestattet haben.





... 46. Treffen des AK "Computer in der Radioonkologie" und des AK "Dosiswirkungsmodelle in der Bestrahlungsplanung" der DGMP in Freiburg. Vom 27.-28. Mai 2013 fand das 46. Treffen des Arbeitskreises "Computer in der Radioonkologie" und des Arbeitskreises Dosiswirkungsmodelle in der Bestrahlungsplanung" der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik in Freiburg statt. Das Treffen bot Vorträge und Diskussionen zu verschiedenen Aspekten der Bestrahlungsplanung, der Modellierung iologischer Prozesse sowie des Einsatzes von Software-Lösungen. Die Veranstaltung endete mit der Verabschiedung des langjährigen Leiters Dr. Norbert Hodapp aus dem Arbeitskreis "Computer in der Radioonkologie".


... Im April 2013 fand das 9. Symposium der Croatian Radiation Protection Association CRPA auf der Insel Krk statt. Das IMPS war mit einer Delegation von 6 Personen angereist.
Die Themen des Symposiums deckten ein breit gefächertes Spektrum ab: u.a. Dosimetrie und Messtechnik, Radioökologie, Exposition der Bevölkerung und Strahlenschutz in der Medizin. Die Gießener beteiligten sich mit 3 Vorträgen: Tahar Azzam Jai berichtete über die Konsequenzen der ICRP Publikation 115 bezüglich Radon in Wohnhäusern, Dominik Blum informierte über seine Forschung am Isochron-Zyklotron des Paul-Scherrer-Instituts und Merna Attia stellte das von Herrn Grimm entwickelte au.raex vor. Die CRPA bereicherte das Programm indem sie allen Delegierten auch kulturelles und kulinarisches der kroatischen Insel näherbrachte.


... Im März 2013 besuchte das IMPS die Schachtanlage Asse. Im Rahmen der Exkursion informierten sich die Teilnehmer über den Stand der Stilllegung und führten unter Tage eigene Messungen durch.
Das Atommüll-Lager Asse II ist eines der großen ungelösten und umstrittenen Probleme in der Umweltpolitik. Im Rahmen einer Exkursion zur Schachtanlage Asse informierten sich die Teilnehmer über den Stand der Stilllegung und führten unter Tage eigene Messungen durch. Die Asse ist ein etwa 100 Jahre altes Salzbergwerk in der Nähe von Wolfenbüttel. Nach Ende des Salz-Abbaus 1964 wurden hier bis 1978 schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert, insgesamt mehr als 125.000 Fässer. Die sichere Stilllegung der Anlage tut Not, da sie abzusaufen droht. Nach der jüngst verabschiedeten "Lex Asse" wird die vollständige Rückholung der Abfälle angestrebt. Die augenblickliche und noch viele Jahre dauernde Phase der Faktenerhebung soll klären, wie diese Rückholung umgesetzt werden kann - oder ob sie gar unmöglich ist, ohne Mensch und Umwelt unverhältnismäßig zu gefährden. Neben eine Fülle von Informationen erhielten die Exkursionsteilnehmer einen bleibenden Eindruck von dem Abenteuer des Bergbaus beim Befahren der Schachtanlage. 750m unter der Erdoberfläche eröffnete sich den Besuchern ein beeindruckend weitläufiges Grubengebäude. Die Gruppe um Prof. Dr. Joachim Breckow führte unter Tage Messungen der Gamma-Ortsdosisleistung durch. Diese beträgt, auch in unmittelbarer Nachbarschaft (einige 10 m) zu den eingelagerten radioaktiven Abfällen, nur einen Bruchteil der Werte, wie sie über Tage normal sind. Dieses zunächst verblüffende Ergebnis erklärt sich durch die Abschirmung der natürlicher Strahlung aus dem All und dem Boden durch das Salz. Im Gegensatz zu dem meisten Gestein enthält das Salz der Asse selbst keine natürliche Radioaktivität. Obwohl dort unten große Mengen radioaktiven Materials gelagert ist, ist die Strahlung dort geringer als durch natürliche Radioaktiviät auf der Erdoberfläche. Tatsächlich führte diese Exkursion entgegen der ursprünglichen Erwartung zu einem der strahlungsärmsten Orte der Erde.