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Begriff Definition
Radon

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das als Zerfallsprodukt von Uran ein natürliches Vorkommen in Gestein hat. Durch seine gasförmigen Aggregatszustand kann es sich in der Atemluft z.B. in Kellern von Gebäuden anreichern und ist deshalb im Fokus von Untersuchungen von Seiten des Strahlenschutzes.

Radontherapie

Bei einer Radontherapie werden Erkrankungen durch innere Bestrahlung (Einatmen von Radongas, Inhalationskur) oder äußere Bestrahlung (Baden in radonhaltigem Wasser, Radonbad) mit Radon behandelt.

RBW

RBW steht für "Relative Biologische Wirksamkeit" und ist ein Maß für die Empfindlichkeit von Zellen gegenüber Strahlung einer bestimmten Art, Energie, Dosis etc. Mehr Details finden sich hier.

Röntgenstrahlung

Röntgenstrahlung ist eine elektromagnetische Strahlung. Röntgenstrahlung kann Materie durchdringen, wird dabei aber unterschiedlich stark geschwächt, sodass man Materie damit durchleuchten ("röntgen") kann. Diese Eigenschaft macht sich die Radiologie zu Nutze.

Sievert

Sievert (Sv) ist die Einheit der biologisch gewichteten Energiedosen (Effektive Dosis, Organdosis) und steht für die Strahlungsbelastung eines Organismus.

stochastische Strahlungsschäden
Stochastische Strahlungsschäden sind Strahlungsschäden durch ionisierende Strahlung, die durch die fehlerhafte "Reparatur" (mehr Details hier) von geschädigten Zellen entstehen, die nicht im Zelltod enden. Teilt sich eine solche Zelle unbemerkt weiter, so kann Krebs entstehen. Der Schutz vor solchen stochastischen Strahlungsschäden ist Hauptaufgabe des Strahlenschutzes.
Strahlenschäden

Strahlenschäden sind Schäden, die von ionisierender Strahlung verursacht werden. Sie lassen sich in deterministische und stochastische Strahlungsschäden aufteilen.

Strahlentherapie

Strahlentherapie beruht auf der Zerstörung (Zelltod) von schädlichem Gewebe (Krebs) durch deterministische Strahlenschäden. Dabei kommen unterschiedliche ionisierende Strahlungsarten und verschiedene Therapiemethoden zum Einsatz. Mehr Details dazu finden sich hier.

Strahlung

Unter Strahlung versteht man allgemein den Energietransport durch Teilchen und Wellen. Man unterscheidet zwischen Teilchenstrahlung und elektromagnetische Strahlung.

Strahlungswichtungsfaktoren

Die Strahlungswichtungsfaktoren werden benötigt, um aus der unterschiedlichen Wirkung verschiedener Strahlungsarten (auch in Abhängigkeit der Energie) auf biologische Materie eine strahlungsartunabhängige Größe zu erhalten.

Teilchendetektor
Teilchendetektoren gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, sodass sie je nach Wunsch bestimmte Teilchenarten, -raten oder -energien messen können. Mehr Details finden sich hier.
Teilchenstrahlung

Teilchenstrahlung ist der Überbegriff für alle Strahlungen, deren Energieträger eine Masse ungleich Null haben. In diese Kategorie fallen Alpha- und Betastrahlung, aber auch Neutronenstrahlung.

terrestrische Strahlung

Die terrestrische Strahlung stammt von den im Erdboden vorhandenen radioaktiven Isotope. Es sich hierbei um natürlich entstandenen Isotope, Kalium-40 sowie Uran-234, Uran-235 und Uran-238, sowie deren Folgeprodukte.

Toleranzdosis

Die Toleranzdosis ist in der Strahlentherapie eine Maximaldosis für ein Risikoorgan, welche zur Vermeidung von deterministischen Strahlenschäden nicht überschritten werden sollte. Im Einzelfall kann durch Abschätzen des Kosten-Nutzen Verhältnisses eine Überschreitung aber sinnvoll sein.

Tracer

Radioaktive Substanzen, sogenannte Tracer, werden in der Nuklearmedizin verwendet, um Vorgänge des Stoffwechsels im menschlichen Körper sichtbar zu machen. Sie werden z.B. in Form von markiertem Zucker in den Körper eingebracht, beeinflussen den Stoffwechsel selbst jedoch nicht.